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Ditzners Club mit Mehrdad Zaeri - Photo: Frank Schindelbeck Fotografie

Der in Ludwigshafen lebende Schlagzeuger Erwin Ditzner kuratiert im dortigen Wilhelm-Hack-Museum eine Musikreihe: Ditzners Club. Im Rahmen dieser Reihe kann er seine Vielseitigkeit als Musiker in den verschiedensten Formationen darstellen. Das können länger bestehende Formationen sein, meist sind es aber selten zu hörende musikalische Kombinationen, ganz besondere Konzerte, die im Kunstraum des Museums ihren ganz eigenen Charme haben. Beim Projekt mit dem Künstler Mehrdad Zaeri kam das besonders zur Geltung. Der iranischstämmige Künstler aus Mannheim hat mit seinen poetischen Illustrationen einen unverwechselbaren Stil.

Bei Ditzners Club entwickelte er Live-Zeichnungen, die über einen Overheadprojektor projiziert wurden. Musikalisch interpretiert und inspiriert vom Trio, bestehend aus Alexandra Lehmler (Saxophone, Klarinette, Flöte), Claus Kiesselbach (Vibraphon) und Erwin Ditzner (Schlagzeug). Alle Musiker spielten nicht nur wie üblich auf den Instrumenten, sondern nutzten ausgiebig die Möglichkeiten Klänge elektronisch zu erzeugen, zu verfremden und musikalische Patterns zu entwickeln, die eine ganz eigene Klangatmosphäre entstehen ließen. Die poetische Handschrift des Künstlers Mehrdad Zaeri geht an die Wurzeln des Menschseins. Einsamkeit, auch von kleinen Königen, die Suche nach Schutz, Abschied, Bedrohung und - ganz am Ende - kam eine einzige Farbe ins Spiel. Rot...

Exzellenter Abschluss des Jazzme Festivals: David Helbocks Trio „Random Control“ begeisterte in Eberbach.

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Am Wochenende 15./16.3.2019 findet in der Alten Feuerwache Mannheim der Wettbewerb um den Neuen Deutschen Jazzpreis statt.

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Das Just Music Beyond Jazz Festival in Wiesbaden hat sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Als Insel für unerhört gute Musik, abseits vom Mainstream, stets mit einem Hang zum Freien und Rebellischen. Musik mit Jazzwurzeln oder zumindest Jazzeigenschaften, die aber – beyond jazz… – auch über Genregrenzen locker hinweg springt.

Das diesjährige Programm ist ehrgeizig und vielseitig. Es springt aus dem Stand auf ein außergewöhnliches Niveau, wenn Heinz Sauer und Uwe Oberg gemeinsam mit Jörg Fischer im Trio das Festival eröffnen. Eine der eigenständigsten Saxophonstimmen des Jazz mit dem kongenialen, dem freien Jazz zugewandten, Pianisten Oberg, ergänzt mit dem Einfallsreichtum Jörg Fischers am Schlagzeug.

Gefolgt von einem String Trio ungewöhnlicher Art, mit Olaf Rupp (gt), Ernesto Rodrigues (viola) und Ulrike Brand (cello). Ein experimentelles Vorspiel zum größten Ensemble des Festivals, dem White Desert Orchestra von Eve Risser. Wie die französische Pianistin die klanglichen Möglichkeiten des Flügels inside und intensiv auslotet, dass konnte man bereits solo bei Just Music erleben. Mit Ihrem White Desert Orchestra fügt Risser in Tentett-Besetzung Klang, Freiheit und Komposition zu einem schillernden Klangerlebnis.

Den zweiten Festivalabend eröffnet ein junges und experimentierfreudiges Trio mit der Pianistin Kaja Draxler, dem Bassisten Peter Eldh und dem – zurecht vielgepriesenen – Schlagzeuger Christian Lillinger. Der Piano-Solo Auftritt, alljährliches Muss im Just Music Programm, wird vom Schweden Sten Sandell gespielt. Ein Wanderer zwischen freier Improvisation, experimenteller neuer Musik und ethnisch geprägten Klängen.

Beschlossen wird das Festival von EWG – Ellery Eskelin (sx), Christian Weber (b) und Michael Griener (dr). Das akustische Trio spielt auf fabelhafte Weise frei improvisierte Musik, die inspiriert wird von frühem Jazz. Und früher Jazz wird tatsächlich alternierend mit diesen freien Passagen gespielt. Jelly Roll Morton auf der Just Music Bühne? Auch das passt.

| Just Music Beyond Jazz Festival