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Heidelberg Stadhalle Erweiterung

Es ist *das* spannende Thema in den kommenden Wochen in Heidelberg. Der Versuch eines Bürgerentscheides gegen die Erweiterung der Stadthalle in Heidelbergs Altstadt.

Worum geht es? Die bisherige Stadthalle in Heidelberg genügt nicht mehr den aktuellen Anforderungen von großen Veranstaltungen und westlich des Gebäudes gibt es noch - nach Abriss bestehender Gebäude - ausreichenden Freiraum für einen "erweiterenden Neubau". Ein Architektenwettbewerb hat stattgefunden, ein Sieger wurde gekürt und der Gemeinderat hat mit einer deutlichen Mehrheit (inklusive der Stimmen der Grünen) für die Erweiterung votiert.

Das Architkturbüro Karl + Probst gewann den Architektenwettbewerb und dieser ist - wie immer bei aktuellen Architekturvorhaben - umstritten.

Die Gegner des Neubaus sehen in dem Entwurf des modernen Neubaus eine Verschandlung der Altstadt und bezweifeln generell die Notwendigkeit und den Nutzen der Stadthallenerweiterung

Eine filmische Darstellung des Neubaus findet sich auf der Website der Architekten Karl +

Bei Nacht sieht der geplante Neubau wie folgt aus:

Der Heidelberg-Blogger findet die Ansicht gar nicht mal so übel. Allerdings frage ich mich:

- Warum sollte so ein moderner Neubau auf einmal möglich sein, nachdem vor nicht allzu langer Zeit die Stadt Heidelberg auf Biegen und Brechen versuchte zum UNESCO Welterbe gezählt zu werden? Damals wäre ein derart "moderner  Eingriff" ins Altstadtensemble nie und nimmer möglich gewesen. Heute sind seitens der Stadt die Bedenken begzüglich des "historistischen" Stadtbildes weggeschmolzen wie Eis im Mikrowellenherd?

- Wird derzeit nicht ein neuer Stadtteil in Heidelberg geplant? Die Bahnstadt, mit ihrer verkehrstechnisch exzellenten Anbindung wäre doch ein mehr als geeignetes Terrain für ein neue Konferenzzentrum. Abgesehen von ausreichendem Platz hätte die Ansiedlung dort einen Signalcharakter für die Entwickung des neuen Stadtteils.

...und in der Stadt könnte man gern trotzdem die derzeitige Bebauung abreisssen, einen schönen grünen Platz anlegen (die sonstigen öffentlichen Plätze in der Stadt, wie der verkehrsumtoste Konrad Adenauer Platz und der Bismarckplatzplatz laden bestenfalls perverse Verkehrfetischisten zum Verweilen ein....), der in ferner Zukunft ein wunderbarer innerstädtischer grüner Zugang zur Stadt am Fluss werden könnte.

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