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Riesige Datenmengen löschen

Gerade im Deutschlandfunk gehört, dass die Deutsche Telekom damit begonnen habe, "riesige Datenmengen" zu löschen, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung - ganz zurecht übrigens - für verfassungswidrig erklärt hat. Die "riesige Datenmenge" sollte angeblich satte 19 Terabyte groß sein, was rund was-weiß-ich-wievielen DIN A4 beschriebenen Textseiten entspräche. Ein ebenso blöder wie gerne lau aufgewärmter Vergleich.

[EDIT: 4,8 Milliarden sollen es sein. Womit bedruckt? Ich weiß es nicht. Möglicherweise Rilke Gedichten oder Dr. Grauert Normbriefen]

Spannend wäre es vielleicht auch zu berechnen, wieviele Glückskekse mit den 19 Terabyte Daten beschrieben werden könnten. Oder wieviele arme Kinder in den Glückskeksbeschriftungsfabriken in Indien nicht mehr ihre Sklavenarbeit leisten müssten, wenn man die vielen Buchstaben der Löschaktion einfach recycelte und überhaupt die Glückskekse mit Papierinhalten durch elektronische ersetzte. Ich bin mir recht sicher, dass Seve Jobs schon am iKeks bastelt und uns bald schon in einer weltweit übertragenen TV-Show  messianisch anpreist. Aber pass auf Steve: iKeks ist hiermit meine Marke. Untersteh' dich.

Wow.  19 Terabyte!  Löschen!!

Was für eine Nachricht. Wenn ich mir vorstelle, was das für eine Aktion wäre, müsste ich allein meine eigenen, heimischen, rund fünf Terabyte löschen - da wird's einem angst und bange.

0 Gedanken zu „Riesige Datenmengen löschen

  1. jayzeee

    Danke für den Kommentar! Als ich das gerade auf sueddeutsche.de lesen musste, hatte ich echt Oberwasser. 19 Terabyte...das kann dir jede Pickelfr...jeder pubertierende Jugendliche in einer Stunde komplett plattmachen.

  2. Frank

    Selbst wenn man davon ausgeht, dass es nicht ein einfaches Putzen der Festtplatte ist, sollte es kein übertrieben schwieriges Unterfangen sein die Daten aus einer Datenbank zu löschen. Zumal ja auch bisher nach einer gewissen Zeit die Daten gelöscht werden mussten und daher entsprechende Routinen vorhanden sein müssen.

    Letztlich ist die Geschichte einfach ein Armutszeugnis für unsere Medien (Süddeutsche, Deutschlandfunk, oh je, "seriöse" Medien...), die aus einer banalen Geschichte und ein paar hingeworfenen Zahlen der Telekom eine Story komponieren. Lächerlich.

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