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Was für eine Farce einer Wahl. Handverlesenes Stimmvieh in der Bundesversammlung wird am Ende den wählen, der eben schon vorab als Sieger feststeht. Auserkoren von der Kanzlerin Merkel. Und auch wenn diese nach zwei gescheiterten ersten  Wahlgängen einigermaßen bedeppert aus der Wäsche schaut, besteht natürlich an der einfachen Mehrheit für den Kandidaten Wulff im dritten Wahlgang nicht der Hauch eines Zweifel. Gegenkandidat Gauck bleibt chancenlos. Die paar Suppenspucker aus der CDU-CSU-FDP-Bande werden daran nichts ändern. Was für eine lächerliche Veranstaltung für ein lächerliches Amt. Wie lächerlich es ist, hat der unrühmliche Abgang von Herrn Köhler nur noch einmal allzu deutlich gemacht. Mangelnden Respekt vor dem Amt hatte Köhler konstatiert und dieses mit seiner eigenen Flucht aus eben diesem unfreiwillig komisch belegt.

Immerhin, das Bundespräsidentenamt ist  ein gut bezahlter Job, der für einen 50-jährigen Parteisoldaten rosige Aussichten beschert. Wird das "bescheidene Salär" von weit über 200.000 Euro pro Jahr doch bis zum Ableben des Herren gewiss regelmäßig und pünktlich überwiesen.

Auch wenn es die GEZ nicht glauben mag und alle paar Monate ungläubig schriftlich nachfragt: In unserem Haushalt gibt es seit Jahren kein Fernsehen mehr. Über die Dummheit des Privatfernsehen muss man sich nicht weiter auslassen und seit einigen Jahren versuchen die Öffentlich-rechtlichen sich diesem Niveau anzupassen. Mit Erfolg.

Zur Information übers Tagesgeschehen sind Internet und Radio normalerweise allemal ausreichend.

Welchen Stellenwert das Medium Radio mittlerweile im öffentlichen Leben spielt wird durch die "Nicht-Live-Übertragung" des Rede-Duells von Kanzlerkandidat Steinmeier mit Kanzlerin Merkel am 13.09.2009 dokumentiert. Das ist nämlich eine reine TV-Veranstaltung.

Aus meiner Sicht ein Armutszeugnis für die Entwicklung der Medienlandschaft. Andererseits bleibt einem vermutlich einiges an heißer Luft in den Ohren erspart.

Außerdem wird Politik bekannterweise ja doch eher optisch vermittelt - CDU-Politikerin Lengsfeld macht's exemplarisch vor:

UPDATE am Abend
...und siehe da - wirklich aufregend kann es nicht gewesen sein. Schließlich können sich 30.000 BILD-Leser nicht irren:

...und wie es der Zufall so will und "Kreis-schließend" gibt es auch etwas zur Motivation von Vera Lengsfeld:

Sie sollen ruhig weiter rätseln - wir wissen Bescheid. Große Brüste sind eine - ach was - *die* Schlüsselqualifikation für Bundespolitikerinnen und die Kanzlerin sowieso. Wenn es die CDU nicht weiß, wer dann?