Glaubt man den Zuschriften in einigen Online-Foren, dann kam die Entscheidung des Heidelberger Gemeinderates (fast einstimmig, nur mit zwei Gegenstimmen beschlossen) zur dezentralen Unterbringung von rund 1.800 Flüchtlingen im Heidelberger Stadtgebiet recht überraschend. Zumindest, wenn die Zuschriften authentisch sind "In einem geradezu unverschämt formulierten Artikel erfährt der Anwohner dass genau 6 Meter vor seinem Schlafzimmerfenster auf wenigen Quadratmetern des am dichtesten besiedelten Teils Heidelbergs eine Containerunterkunft für 200 Menschen entstehen soll." Tatsächlich sind einige recht interessante Standorte auf den Weg gebracht worden. "Mein" Standort ist nur einen Steinwurf vom Arbeitsplatz entfernt auf der Fläche zwischen oberer und unterer Friedrich-Ebert-Anlage. Dort sollen rund 80 Personen in Containern untergebracht werden. Eine zentrale Lage aber kein Grund für Wohnungsnot und gewiss keine Dauerlösung, denn allein der Autolärm von beiden Seiten dürfte den Wohngenuss deutlich einschränken. Ich bin gespannt wann auf der oberen Straße Tempo 30 eingeführt wird.

Obwohl Nordbaden in Baden-Württemberg schon längst ein Hotspot der Flüchtlingsbeherbung geworden ist (ist ja auch weit genug von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt...) rückt mit dieser Entscheidung das Flüchtlingsthema für viele Heidelberger Einwohner wohl erst jetzt deutlich in die Alltagsrealität.