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Wundere sich bitte keiner, wenn vielen Medien und Behörden generell und in Bezug auf die Flüchtlingsthematik immer weniger Menschen trauen.

"Helle Empörung hat bei vielen Bürgern und Hochwasserhelfern in der immer noch von der Flut gezeichneten Weststadt eine von der Stadtverwaltung auf Bitten eines ausländischen Kamerateams inszenierte „ Hilfsaktion“ von Flüchtlingen ausgelöst. Die Aktion wurde zu einer Satire, wie mehrere Augenzeugen unabhängig voneinander der Rems-Zeitung hilfesuchend — auch im Sinne der offensichtlich „missbrauchten Asylbwerber“ — schilderten."

So beginnt ein lesenswerter Artikel in der Rems-Zeitung: http://remszeitung.de/2016/6/2/peinliche-hochwasser-inszenierung-mit-fluechtlingen-in-der-weststadt. Bemerkenswert auch, dass diese Geschichte kaum Niederschlag in den größeren (Online-) Medien gefunden hat, die ansonsten gerne Mal Mücken-Meldungen zu Elefanten-Geschichten aufblasen...

 

Glaubt man den Zuschriften in einigen Online-Foren, dann kam die Entscheidung des Heidelberger Gemeinderates (fast einstimmig, nur mit zwei Gegenstimmen beschlossen) zur dezentralen Unterbringung von rund 1.800 Flüchtlingen im Heidelberger Stadtgebiet recht überraschend. Zumindest, wenn die Zuschriften authentisch sind "In einem geradezu unverschämt formulierten Artikel erfährt der Anwohner dass genau 6 Meter vor seinem Schlafzimmerfenster auf wenigen Quadratmetern des am dichtesten besiedelten Teils Heidelbergs eine Containerunterkunft für 200 Menschen entstehen soll." Tatsächlich sind einige recht interessante Standorte auf den Weg gebracht worden. "Mein" Standort ist nur einen Steinwurf vom Arbeitsplatz entfernt auf der Fläche zwischen oberer und unterer Friedrich-Ebert-Anlage. Dort sollen rund 80 Personen in Containern untergebracht werden. Eine zentrale Lage aber kein Grund für Wohnungsnot und gewiss keine Dauerlösung, denn allein der Autolärm von beiden Seiten dürfte den Wohngenuss deutlich einschränken. Ich bin gespannt wann auf der oberen Straße Tempo 30 eingeführt wird.

Obwohl Nordbaden in Baden-Württemberg schon längst ein Hotspot der Flüchtlingsbeherbung geworden ist (ist ja auch weit genug von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt...) rückt mit dieser Entscheidung das Flüchtlingsthema für viele Heidelberger Einwohner wohl erst jetzt deutlich in die Alltagsrealität.

 

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Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern der ehemaligen Schmerzklinik in Schönau: demnächst werden mehrere hundert Flüchtlinge dort wohnen. Das Gebäude auf dem alten Freudenberg-Areal am Ortsausgang in Richtung Neckarsteinach war nur von 1999 bis 2003 in Betrieb, bevor sie wegen Unwirtschaftlichkeit wieder aufgegeben wurde. Das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises teilt mit:

"In der ehemaligen Schmerzklinik in der Neckarsteinacher Straße 53 in Schönau wird der Rhein-Neckar-Kreis voraussichtlich ab Mitte 2016 rund 300 Flüchtlinge vorläufig unterbringen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Kreisbehörde. Nach Verhandlungen und Gesprächen mit dem Eigentümer hat der für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Ordnungsdezernent Christoph Schauer am 11. Dezember 2015 den Mietvertrag unterzeichnet.

“Wir werden das Gebäude 10 Jahre lang anmieten”, so Schauder. Aufgrund der nach wie vor hohen Zugangszahlen – allein im Dezember knapp 1.300 – sei die Kreisverwaltung froh, im kommenden Jahr diese Unterkunft belegen zu können. Derzeit wird das Gebäude baulich ertüchtigt.

In enger Abstimmung mit der Stadt Schönau wird das für die Flüchtlingsunterbringung zuständige Ordnungsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis zeitnah – voraussichtlich im Februar 2016 – zu einer Bürgerinformationsveranstaltung einladen.”