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Das Just Music Beyond Jazz Festival in Wiesbaden hat sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Als Insel für unerhört gute Musik, abseits vom Mainstream, stets mit einem Hang zum Freien und Rebellischen. Musik mit Jazzwurzeln oder zumindest Jazzeigenschaften, die aber – beyond jazz… – auch über Genregrenzen locker hinweg springt.

Das diesjährige Programm ist ehrgeizig und vielseitig. Es springt aus dem Stand auf ein außergewöhnliches Niveau, wenn Heinz Sauer und Uwe Oberg gemeinsam mit Jörg Fischer im Trio das Festival eröffnen. Eine der eigenständigsten Saxophonstimmen des Jazz mit dem kongenialen, dem freien Jazz zugewandten, Pianisten Oberg, ergänzt mit dem Einfallsreichtum Jörg Fischers am Schlagzeug.

Gefolgt von einem String Trio ungewöhnlicher Art, mit Olaf Rupp (gt), Ernesto Rodrigues (viola) und Ulrike Brand (cello). Ein experimentelles Vorspiel zum größten Ensemble des Festivals, dem White Desert Orchestra von Eve Risser. Wie die französische Pianistin die klanglichen Möglichkeiten des Flügels inside und intensiv auslotet, dass konnte man bereits solo bei Just Music erleben. Mit Ihrem White Desert Orchestra fügt Risser in Tentett-Besetzung Klang, Freiheit und Komposition zu einem schillernden Klangerlebnis.

Den zweiten Festivalabend eröffnet ein junges und experimentierfreudiges Trio mit der Pianistin Kaja Draxler, dem Bassisten Peter Eldh und dem – zurecht vielgepriesenen – Schlagzeuger Christian Lillinger. Der Piano-Solo Auftritt, alljährliches Muss im Just Music Programm, wird vom Schweden Sten Sandell gespielt. Ein Wanderer zwischen freier Improvisation, experimenteller neuer Musik und ethnisch geprägten Klängen.

Beschlossen wird das Festival von EWG – Ellery Eskelin (sx), Christian Weber (b) und Michael Griener (dr). Das akustische Trio spielt auf fabelhafte Weise frei improvisierte Musik, die inspiriert wird von frühem Jazz. Und früher Jazz wird tatsächlich alternierend mit diesen freien Passagen gespielt. Jelly Roll Morton auf der Just Music Bühne? Auch das passt.

Just Music Beyond Jazz Festival

Finkenbach Festival 2013

Die 31. Ausgabe des Finkenbachfestivals 2013 am 16. und 17. August 2013 ruft!

Mit dabei:

Guru Guru
The Crazy World of Arthur Brown
Birth Control
Pentateuch
Ginger äl Jawala
Lance Lopez
Ton Steine Scherben
Samon Suzuki und Diskokugel
Lover 303

http://www.guru-guru.com

Mostly Other People Do The Killing - Photo Schindelbeck

Mostly Other People Do The Killing bei Just Music '12 - Foto: Schindelbeck

Fotogalerie Just Music 2012

Das diesjährige Just Music Festival Wiesbaden Festival findet vom 21. bis 23. Februar 2013 statt.

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Finkenbach Festival Fotos Frank Schindelbeck

Fotos | Bilder  vom Finkenbach Festival 2011 gibt es unter:
http://schindelbeck.org/index.php/Finkenbach-Festival-Fotos.html

...und kann jemand mal der Rhein-Neckar-Zeitung (der Beitrags scheint nicht mehr online zu sein, hihi) stecken, dass folgendes "Am frühen Freitagabend geht es gemütlich los mit Aera,..." nur in der Phantasie ihres Autoren stattgefunden hat, weil wegen der Erkrankung eines Bandmitgliedes diese Band gar nicht auftreten konnte. Ein bisschen vom Waschzettel abschreiben dient eben nicht der Wahrheit. In schlechter Gesellschaft befindet sich Echo-Online, der Internet-Ableger des Darmstädter Echos. Auch hier wabert die ominöse Phantomgruppe durch die Zeilen: "Doch auch die Ska- und Reggae-Band „Dr. Woggle and the Radio“ aus Weinheim sowie die Rockband „Schwefel“ oder die Gruppe „Aera“ kamen gut an." Nicht da sein und trotzdem gut ankommen. Das muss der Band erst mal einer nachmachen...

An der Wahrnehmungsfähigkeit des Autoren der RNZ darf man aber ohnehin zweifeln, wenn er schreibt: "Kraan und Schwefel hatten dann die undankbare Aufgabe, nach den Gurus noch einmal für Stimmung zu sorgen. Doch da geht es schon auf Mitternacht zu, und bei vielen reicht dann die Kondition nicht mehr." Vor allem dürfte die Kondition des Schreibers nicht mehr gereicht haben. Sonst hätte er mitbekommen, dass gerade der Auftritt von Kraan musikalisch und von der Stimmung her ein absoluter und gefeierter Höhepunkt des Festivals war und keineswegs ein größerer Zuschauerschwund zu verzeichnen war. Danach, es ging tatsächlich schon auf 2 Uhr zu, bei Schwefel allerdings schon...

Deutlich besser die Besprechung im Mannheimer Morgen, auch wenn ich eine Formulierung - ebenfalls auf Kraan bezogen - wie "Sie liefern einen der tonal schnellsten und lautesten Sets ab...". Was ist ein "tonal schnellstes... Set"? Ich weiß nicht mal was eine "tonal lautestes Set" sein soll - ganz davon abgesehen, dass Kraan nicht lauter als die meisten anderen Bands waren. Und überhaupt, ist es nicht *das* Set? ;-)

...grad' egal: Superfestival war's.