http://www.extremetech.com/extreme/155617-how-the-2013-world-press-photo-of-the-year-was-faked-with-photoshop#disqus_thread

Eine recht interessante Diskussion um die (vermeintliche) Manipulation des diesjährigen Gewinnerbildes des World Press Photo of the Year. Wieviel Manipulation steckt im Bild, wieviel Manipulation ist erlaub. Außer dem Artikel ist die Diskussion in den Kommentaren interessant. Alles in Englisch.

Am 25. Juli findet der Bürgerentscheid über den Anbau der Stadthalle in Heidelberg statt.

Der Streit um neue Architektur lässt sich trefflich über Bilder und Visualisierungen austragen. Von Neubauten werden gern vorab Nachtaufnahmen errechnet, die das Passen oder Nicht-Passen zum benachbarten städtischen Raum gnädig im dunklen Umfeld verschwinden lassen. Über günstige oder weniger günstige Perspektiven der Visualisierungen wird je nach Perspektive von Gegnern oder Befürwortern entschieden. Auf Seiten der BIEST (Bürgerinitiative Erweiterungsbau STopp!), sind Bäume unbelaubt und wirken sterbenskrank:

Die städtischen Befürworter hingegen präsentieren mit Vorliebe dichtes, sattes Grün vor dem geplanten und erwünschten Neubau, zu sehen beispielsweise in deren aktuellem Film  auf der Website der Stadt Heidelberg.

Durch fast schon dschungelhaftes Grün bewegt sich die Kamera auf den Altbau zu, lugt dann scheu um die Ecke Richtung Neubau um sich rasch, als wolle man das „scheue Reh Stadhallenanbau“ nicht verschrecken, wieder vom Neubau zu entfernen. Im Vordergrund steht jedenfalls das Bild der alten (!) Stadthalle. Dann Schnitt - und es folgt der Anflug aus Richtung Neckartal. Man stutzt, denn zunächst sieht man den Neubau vor lauter Bäumen nicht und fragt sich unwillkürlich, „was gibt’s denn da zu verstecken?" Allzu selbstsicher kommt diese Variante der Architekturvisualisierung jedenfalls nicht daher…

An Schlichtheit kaum zu überbieten sind die Slogans und Plakate von Befürwortern und Gegnern. Vor der alten (!) Stadthalle starrt ein junger Mann ins Nichts und steht mit seinem leeren Blick für „Zukunft mit Augenmaß“ (= pro Erweiterung). Bei den Gegnern muss ein kleines Mädchen herhalten: „Heidelberg ist ein Kind der Natur“ und will damit die Baumfällaktion der Stadthallenerweiterer anprangern. Eigentlich fehlen nur noch Babies und niedliche Kleinhunde als bewährte Sympathieträger - aber wer weiß was uns  zum Finale der Kampagnen noch erfreuen wird...