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Schnelles Internet in Neckarsteinach ab 2017

Angepeilt ist Mai 2017, bis dahin soll in Neckarsteinach und Hirschhorn Internet über Glasfaser bis zu einer Geschwindigkeit von 50 MBit pro Sekunde verfügbar sein. Die Ausschreibung für die Breitbandversorgung wurde von der Deutschen Telekom gewonnen, die Kosten für die Investition liegen bei knapp einer Million Euro in Neckarsteinach, rund die Hälfte dieser Kosten übernimmt das Land Hessen.

Erfahrungsgemäß verlief der Ausbau der Netzkapazitäten in den vergangen Jahren schleppend, sodass in den peripheren Gebieten das Glück oder die Gnade der Telekom von Hausnummer zu Hausnummer darüber entschied, wer im Schneckentempo vor sich hinsurfte oder immerhin in den Genuss der theoretisch maximalen Geschwindigkeit eines 16 MBit Vertrages kam.

Wenn seitens der Bürgermeister Freude darüber geäußert wird, dass der Wert der Grundstücke steigen werde, dann ist das für die betroffenen Grundstückseigentümer nicht unbedingt ein reiner Grund zur Freude. Zeigte sich doch erst kürzlich mit der - freundlich formuliert - außergewöhnlichen Anhebung der Grundsteuer auf sagenhafte 700 Prozent, dass die Stadt Neckarsteinach bereit ist, die Bürger bis an oder über die Schmerzgrenze hinaus finanziell zu belasten. Das Argument "dafür ist der Wert Grundstücke gestiegen" kommt zur nächsten Erhöhung dann zur rechten Zeit...

Ein Gedanke zu „Schnelles Internet in Neckarsteinach ab 2017

  1. Frank Schindelbeck

    Es wird und wurde fleißig gewerkelt. Nicht immer mit Sinn und Verstand - als Kollateralschaden des hastigen Ausbaus war in der Friedrich-Ebert-Straße im März gleich dreimal Telefon und Internet komplett tot, rund 10 Tage lang. Wer daran schuld war, wusste der freundliche - aber der deutschen Sprachen nicht allzu mächtige - Mitarbeiter des Ausbauunternehmens recht genau: "Internet kaputt" stellte er zu Beginn des Telekom-Dramas fest. Die Bearbeitung des Problems, wie leider nicht selten bei der Telekom: zäh.

    Das Städtchen ist gepflastert mit den Verheißungen der schnellen Internetanschlüsse, demnächst steht eine Info-Veranstaltung des Unternehmens an. Auf eine telefonische Nachfrage (2x) im Zuge der Kündigung des ISDN-Anschluss wegen der Umstellung auf IP seitens der Telekom, wussten gleich zwei Mitarbeiter von nichts. Schnelles Internet in Neckarsteinach? Nichts in unserem System. Auf die Nachfrage: "Sie können doch auch ein bisschen sehen, was geplant ist?" zwar ein "Ja", aber zu finden war trotzdem nichts. Deutsche Telekom... - vielleicht "to big to fail", auf jeden Fall aber zu groß, um sie noch vernünftig im Griff zu haben, wie es scheint.

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