Heute Morgen etwas gewundert. Beim sensiblen Thema der Abschiebung von Afghanen war beim Deutschlandfunkt von "Sammel-Abschiebungen" die Rede. Vor einigen Tagen, als die ersten etwas "größeren" Abschiebungen stattfanden, war beim gleichen Sender noch von "Massenabschiebungen" die Rede (beides in der Morgensendung zwischen 8 Uhr und 8 Uhr 30).

Letzteres war natürlich grotesk übertrieben, weil es um eine Zahl von - wenn ich mich recht erinnere - unter 40 Personen ging. Man muss nicht mit dem Begriff der "Lügenpresse" daher kommen (die gibt's tatsächlich, vor allem aus der rechten Ecke, Russia Today etc.) aber "Manipulationspresse" trifft es leider schon.
Berichterstattung im Sinne von "wir interpretieren uns die Welt, wie sie uns gefällt". Es ist ein Gift für ehrliche gesellschaftliche Kommunikation, wenn die - immer noch glaubwürdigste - öffentlich-rechtliche Presse sich mit ihren Sujets derart gemein macht, dass die Berichterstattung für halbwegs aufgeklärte und informative Hörer oder Leser als Halblüge daher kommt.

Norbert Lammert, Bundestagspräsident, hat in der Neuen Osnabrücker Zeitung die Bürger dazu aufgerufen, Neuem gegenüber offen zu sein. Die deutsche Gesellschaft sei sehr auf die Erhaltung des gegenwärtigen Status bedacht: "Den aktuell sehr hohen Lebensstandard bei uns können wir aber ganz sicher nicht unter Denkmalschutz stellen."

Solche Politikersprüche aus, vom Steuerzahler mit einer üppigen fünfstelligen Summe pro Monat bedachten Mund, die braucht der gemeine Bürger. Vor allem diejenigen, die das Pech haben, zu dieser Kaste zu gehören: Die Armutsquote stieg zwischen 2012 und 2013 um einen halben Prozentpunkt auf 15,5 Prozent. 12,5 Millionen Menschen, 400.000 mehr als noch 2012, leben unter der Armutsschwelle von 60 Prozent des mittleren Einkommens. (Stand Anfang 2015)

Carl Weissner Veranstaltung Mannheim

Originale Mannheims - Mannheim original

mit Veranstaltungen zu Carl Weissner.
Den Anfang macht der Abend: "Carl, der Freund" am


Donnerstag, den 26. September um 19:00 Uhr.

Signe und Cody zeigen einen Film, den sie über und mit Carl Weissner gedreht haben. Sie präsentieren Texte und Gedanken und Filmausschnitte zu Carl Weissner und werden dabei von dem grandiosen Gitarristen Jochen Seiterle begleitet.

Es folgt am Mittwoch den 2.Oktober um 19:00 Uhr der Abend "Carl, der Übersetzer" mit Almut und Peter. Almut ist es gelungen,ihren Freund und Kollegen Peter Pearce vom Nationaltheater zur Mitarbeit zu bewegen. Sie werden uns u.a. Texte von Cohen, Zappa und Dylan im Original und in der Übersetzung von Carl Weissner darbieten - ein spannendes Experiment.
Seien wir gespannt, wer da an die Himmelspforte klopft.

Am Mittwoch, den 9. Oktober bestreitet Almut den letzten Abend der Reihe,

zentrales Thema hier: "Carl der Autor". Eine Lesung aus Carl Weissners Roman "Manhattan Muffdiver", Texten aus "Der Tod in Paris" und den Interviews. Dabei sind einige Stellen, die es in sich haben... - rote Ohren garantiert.

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