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Angepeilt ist Mai 2017, bis dahin soll in Neckarsteinach und Hirschhorn Internet über Glasfaser bis zu einer Geschwindigkeit von 50 MBit pro Sekunde verfügbar sein. Die Ausschreibung für die Breitbandversorgung wurde von der Deutschen Telekom gewonnen, die Kosten für die Investition liegen bei knapp einer Million Euro in Neckarsteinach, rund die Hälfte dieser Kosten übernimmt das Land Hessen.

Erfahrungsgemäß verlief der Ausbau der Netzkapazitäten in den vergangen Jahren schleppend, sodass in den peripheren Gebieten das Glück oder die Gnade der Telekom von Hausnummer zu Hausnummer darüber entschied, wer im Schneckentempo vor sich hinsurfte oder immerhin in den Genuss der theoretisch maximalen Geschwindigkeit eines 16 MBit Vertrages kam.

Wenn seitens der Bürgermeister Freude darüber geäußert wird, dass der Wert der Grundstücke steigen werde, dann ist das für die betroffenen Grundstückseigentümer nicht unbedingt ein reiner Grund zur Freude. Zeigte sich doch erst kürzlich mit der - freundlich formuliert - außergewöhnlichen Anhebung der Grundsteuer auf sagenhafte 700 Prozent, dass die Stadt Neckarsteinach bereit ist, die Bürger bis an oder über die Schmerzgrenze hinaus finanziell zu belasten. Das Argument "dafür ist der Wert Grundstücke gestiegen" kommt zur nächsten Erhöhung dann zur rechten Zeit...

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Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern der ehemaligen Schmerzklinik in Schönau: demnächst werden mehrere hundert Flüchtlinge dort wohnen. Das Gebäude auf dem alten Freudenberg-Areal am Ortsausgang in Richtung Neckarsteinach war nur von 1999 bis 2003 in Betrieb, bevor sie wegen Unwirtschaftlichkeit wieder aufgegeben wurde. Das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises teilt mit:

"In der ehemaligen Schmerzklinik in der Neckarsteinacher Straße 53 in Schönau wird der Rhein-Neckar-Kreis voraussichtlich ab Mitte 2016 rund 300 Flüchtlinge vorläufig unterbringen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Kreisbehörde. Nach Verhandlungen und Gesprächen mit dem Eigentümer hat der für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Ordnungsdezernent Christoph Schauer am 11. Dezember 2015 den Mietvertrag unterzeichnet.

“Wir werden das Gebäude 10 Jahre lang anmieten”, so Schauder. Aufgrund der nach wie vor hohen Zugangszahlen – allein im Dezember knapp 1.300 – sei die Kreisverwaltung froh, im kommenden Jahr diese Unterkunft belegen zu können. Derzeit wird das Gebäude baulich ertüchtigt.

In enger Abstimmung mit der Stadt Schönau wird das für die Flüchtlingsunterbringung zuständige Ordnungsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis zeitnah – voraussichtlich im Februar 2016 – zu einer Bürgerinformationsveranstaltung einladen.”

 

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Wer vor 30 Jahren in der Metropolregion Rhein-Neckar - deren Vorläufer noch schlicht das Rhein-Neckar-Dreieck war -  in die Grundschule ging, der hatte eine ziemlich gute Chance per Schulausflug den Dilsberg mit seiner schönen Feste zu besuchen. Und auch später war wahrscheinlich für jeden, der in der Region sein Leben verbringt, der Dilsberg immer einmal wieder ein Ausflugsziel. Für den Autor, wohnhaft in Neckarsteinach, ist es ein halbstündiger Gang auf den Berg und die wunderbare Aussicht ist den Weg immer wieder wert.

Ostern 2015 lockte die Sonne zum Spaziergang zur Feste Dilsberg und die hat sich nicht wirklich zum Positiven verändert. Während man früher frei in den Hof spazieren konnte, ist man mittlerweile dem schlechten Beispiel Heidelbergs gefolgt und fordert schon für dessen Betreten einen Obolus. Ob das eine wirklich kluge Entscheidung war - ich weiß es nicht. Früher sind die meisten Besuche in den Burghof gelaufen und zum größten Teil ohnehin auf den kostenpflichtigen Turm gestiegen - und diejenigen, die aus Höhenangst oder Sparsamkeit darauf verzichteten, die kauften sich am Kiosk vielleicht zumindest ein Getränk. Das können sie heute erst, wenn sie den Wegezoll entrichtet haben.

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Wegezoll passt übrigens recht gut. Früher war der kleine Kiosk recht harmonisch im Burgensemble eingebettet im Hofinneren untergebracht, mittlerweile steht ein mäßig hübsches, wenngleich größeres Häuschen direkt hinter dem Eingangstor. Wegen des Innenhofs allein lohnte der Zugang zur Burg nicht wirklich, natürlich ist das Interessante der Turm und die Aussicht, oben vom Turm und vom Gang über die Burgmauer.

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Leider scheint der Turm mittlerweile so baufällig zu sein, dass Notmaßnahmen ergriffen wurden. Im Turmaufgang sind provisorische Holzkonstruktionen einzogen, die die maroden Sandsteinstufen stützen müssen und - herbe Enttäuschung - der Aufgang zur Turmspitze ist gesperrt.

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Vermutlich ebenso aus "Baufälligkeitsgründen". Immerhin gibt es noch den Übergang zue Burgmauer. Aber auch hier scheint der Zahn der Zeit an der Holzbrücke genagt zu haben und damit war eine - vermutlich möglichst günstig realisierte - Hilfskonstruktion vonnöten.

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Die wird ihren Zweck erfüllen aber anständigen Schreinern solte die "vernagelte" Konstruktion die Schamesröte ins Gesicht treiben: ästhetisch ist die wuchtige Konstruktion im Vergleich zum gestützten Original schlichtweg eine Katastrophe. Wuchtig, unelegant, hässlich.

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Man liest recht häufig Kommentare wie: "ein reiches Land wie Deutschland"... kann - oder muss - dieses oder jenes finanzieren. Schaut man sich allerdings mit offenen Augen um, stolpert man über marode Wege, findet sanierungsbedürftige Infrastruktur in vielen Bereichen oder stößt eben auf offensichtlich baufällige Kulturdenkmale wie die Burgfeste Dilsberg - und dann leuchtet dieser vermeintliche Reichtum nicht so recht ein. Offensichtlich gelingt es nicht, historische Orte adäquat zu erhalten und - meine persönliche Meinung - wenn es nicht mehr möglich ist so großartige Baudenkmale wie die Feste Dilsberg zu erhalten, dann ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis für eine Kulturnation.

 

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Der Kalender mit Bildern des Neckarsteinacher Künstlers Hans-Dieter Lackner, ist ab 1.11. in Neckarsteinach bei "Papyrus" und in "Martins kleinem Laden" erhältlich. Der Preis beträgt 9,80 Euro. Auch beim Gemeindefest der Ev. Kirchengemeinde am 10.11. in der KiTa Schatzinsel, Rosenweg 20, wird  der Kalender angeboten.

Der Reinerlös des Kalenders fließt in die Renovierung der evangelischen Kirche in Neckarsteinach. Idealerweise wird der Kalender an den genannten Stellen erworben, Falls Sie keine Möglichkeit haben, den Kalender dort zu erwerben, nehmen Sie bitte Kontakt per E-mail auf, über lacknerkalender@jazznetz.de.